Swiss Sailing League Heidi-Cup Switzerland 2025
14 aufgestellte und höchst motivierte Frauenteams fanden den Weg zu diesem in der Schweiz einmaligen Segelformat, bei dem nur Frauenteams zugelassen sind. Zwei Teams, die Boddenstroppen gesalzen bzw. gepfeffert reisten sogar aus dem hohen Norden an. Ihre Heimat ist die Region Greifswald/Stralsund und liegt 1200 km von Spiez entfernt an der Ostsee! Unter den Teams waren neun aus der Deutschschweiz, drei aus der Romandie und eben die zwei aus Deutschland.
Sie alle kämpften mit viel Engagement und Herzblut um Ränge und schliesslich um die zu gewinnende Kuhglocke.
Wir vom YCSp konnten die Erfahrungen der letzten zwei Jahre nutzen, was zu einer recht kurzen Vorbereitungszeit führte. Die Zusammenarbeit mit den Verantwortlichen der Swiss Sailing League war konstruktiv, zielführend und ein wichtiger Grundstein zu einem erfolgreichen Event.
Das Segelformat ist ein Flottenrennen bei dem zwei Schiedsrichterboote den sieben segelnden Teams gleich folgen und bei allfälligem Fehlverhalten das betreffende Team gleich sanktionieren (Umpired Fleet Racing).
Die sieben Regattaboote wurden bereits am Donnerstag unter der Leitung unseres Hafenmeisters Markus Luginbühl eingewassert. Das Helferteam ist bei diesem Format um einiges grösser als bei den üblichen up- und down Regatten. Im Einsatz waren auf dem Startschiff, neben dem Wettfahrtleiter: Markus Luginbühl als Fahrer, Fredy Krebs und Peter Brügger als Flaggengast, Daniela Cantaluppi Zangger als Zeitnehmerin, Cassyan Berblinger als Bediener der Robomarks und Markus Bläsi von der Swiss Sailing League für die Resultaterfassung. Dann war unser neues Schlauchboot mit Kurt Hofer und Hans Will als Windspion und für Unterstützungsaufgaben auf dem Wasser.
Dazu kommen die Fahrer/innen der Schlauchboote: Lionel Rupp, Tom Held, Adrian Zaugg, Claudia Böhm, Marco Zürcher und Tom Pfister. Von auswärts kommen vier Schiedsrichter, die ebenfalls auf zwei Schlauchbooten operieren und schliesslich sind auch noch zwei Bootwarte der Swiss Sailing League im Einsatz, insgesamt also 21 Personen.
- Das Format des Heidi-Cups ist von der Swiss Sailing League vorgegeben:
- die sieben J70-Boote kommen von der Liga; die Seglerinnen reisen ohne Boot nach Spiez
- die Läufe sind kurz, maximal 20 Minuten, die Länge des Kreuz beträgt nur ca. 400 Meter
- es gibt ein verkürztes Startverfahren mit Drei-Minuten-Phase zwischen Ankündigungs- und Startsignal
- gesegelt werden zwei Runden mit einem Zieleinlauf auf Raumkurs.
Es ist wohl klar, dass das Wetter an diesem Wochenende schwierig war; die Prognosen versprachen nicht wirklich gutes Segelwetter. Und so war es auch: am Freitag hatten wir eine stabile Hochnebeldecke; auf dem See war es trüb und kalt; entsprechend froren die Seglerinnen und das Wettfahrtteam. Bei wenig und drehenden Winden konnten gerade mal drei Läufe gesegelt werden.
Am Samstag wurden wir mit Kaiserwetter entschädigt und der zeitweise gute Wind bis 10 Knoten ergab zehn zählbare Läufe. Am Sonntag riss die anfängliche Wolkendecke ebenfalls auf und so hatten wir nochmals vier Läufe auf der Resultat-Tabelle, insgesamt also 17 Läufe, was acht vollständige Flights für die Wertung ergab.
Die kulinarische Seite wurde wie immer von Eli und Markus über alle drei Tage bestens organisiert und geführt. Am Freitagabend wurde ein Spaghetti-Essen mit fünf verschiedenen Saucen und am Samstagabend ein feines Raclette serviert.
Am Sonntagabend waren alle sehr zufrieden: gute Organisation, guter Segelsport, gute Verpflegung und mehrfache Anerkennung für die Arbeit des Wettfahrteams: was wollen wir mehr!
Der Heidi-Cup 2025 wurde vom Team des Regattaclub Bodensee vor dem Team aus Greifswald, die Boddensprotten gesalzen und dem Thunersee Yachtclub gewonnen.
Die vollständige Rangliste ist auf manage2sail zu finden:
https://www.manage2sail.com
Bilder von Jürg von Allmen (flickr)
Link zum Interview von Severin Bürki (Radio Beo) mit Marlène Rump (SSL) und Kathrin Gloystein, Chief Umpire
Ein grosser Dank gilt ALLEN Helferinnen und Helfer: der Heidi-Cup 2025 ist uns gelungen.
Auf Wiedersehen beim Heidi-Cup im Oktober 2026!
Marc Tomaschett, Wettfahrtleiter